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Archive for April, 2007

Das lebhafte Rehkitz

24 Apr

Es ist also soweit. Vor einigen Tagen kam die von mir lang erwartet Ubuntu Version 7.04 – Feisty Fawn. Und nach einiger Testzeit kann ich nur sagen: »Es rockt!«. Es ist unglaublich, wie diese Linux Distribution sich gemacht hat. Natürlich werden nun einige sagen:

Aber Debian 4.0 ist auch draußen!

oder

Ubuntu ist nur Spielerei und genauso bunt wie Vista!

Das mag alles sein. Aber in sachen Anwenderkomfort ist es einfach nur Traumhaft. Sogar Bekannte, die nie vorher ein Linux gesehen haben, habe ich zur Installation überreden können und selbst diese wollen nie wieder etwas anderes. Das liegt zum einen an der super Paketverwaltung – welche zugegebenermaßen natürlich von Debian ist – als auch an der aktuallität der Pakete. Ubuntu ist natürlich in Sachen Server immernoch Debian unterlegen, da sich dies einer großen Community erfreut und es wird auch weiterhin der Standard bleiben. Jedoch ist aus meiner sicht Ubuntu das bessere Desktopsystem, gerade Compiz bzw. Beryl laufen ohne weitere Probleme und die Installation ist herrlich einfach, ob man es nun mag oder nicht.
Ich werde hier nicht weiter auf technische Details eingehen da die Leute, denen Linux nicht geläufig ist, wohl auch kein Interesse daran zeigen. Aber es ist auch für die jenigen, die Windows gewohnt sind einen Blick wert. Einfach schon weil Beryl als grafische Oberfläche Windows Vista meilenweit vorraus ist und es dazu auch noch besser aussieht.

 
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Nostalgie

17 Apr

Nun, gestern war ein seltsamer Tag. Es begann damit, dass ich morgens mit dem Zug zur Arbeit fahren musste. Bevor ich mich auf machte zum Bahnhof in unserem kleinen Ort suchte ich vezweifelt meine Kopfhörer, doch ich fand sie nicht. Ich hatte also auf meiner Fahrt mit keinerlei akustischer Unterstützung zu rechnen, was meinen Elan auf einen noch tieferen Punkt sinken lies. Ich packte also meine aktuelle Lektüre ein und begab mich auf den Weg. Die Fahrt zum Hauptbahnhof Hannover erwieß sich ungewohnter Weise als recht problemlos, da der Zug pünktlich abfuhr und auch ankam, was meinen Elan wieder steigen lies. Auf dem Weg vom Hauptbahnhof zum Ticketschalter der Straßenbahngesellschaft begenete ich iCn, welcher auch gerade auf Arbeitswärts unterwegs war. Nach einem kleinen Plausch über geplante Ausflüge zum Moersfestival verabschiedete ich mich jedoch und ging geradewegs auf den Ticketschalter zu, um ein Einzelticket für die Straßenbahn zu beschaffen. An der Haltestelle angekommen bemerkte ich das die S-Bahn Linie, welche mich zu meiner Arbeitsstelle führt einige minuten Verspätung hatte, ich dachte mir jedoch nichts dabei, setzte mich auf einen freien Platz auf einer Bank und laß weiter in meinem Buch – was ich auch schon während der Zugfahrt tat. Einen kleinen Moment später ertönte eine Nette, jedoch bis zur Unverständlichkeit verzerrte Frauenstimme aus der Sprechanlage von der ich die Worte »Linie 4«, »technisches Problem« und »Verspätung« entschlüsseln konnte und mir den Sinn der Nachhricht recht originalgetreu nachbilden konnte. Etwa 27,362 min. später ertönte die Stimme erneut, jedoch diesmal wesentlich verständlicher und mit einer etwas besseren Nachricht welche besagte, dass die verspätete Linie 4 nun doch einfahren würde. Es war natürlich nicht zu erwarten, in der Bahn einen Sitzplatz zu bekommen, also stand ich die 15 min. Fahrzeit in der Bahn und konnte nicht einmal mein Buch lesen. Toll.
Auf der Arbeit angekommen erwartet mich nichts besonderes, außer ein Auftrag von einer Frau, die um 8:45 Uhr anrief und sagte sie wäre von 8:30 Uhr – 9:00 Uhr zu erreichen. Ich bekam den auftrag um 9:05 Uhr. Später am Tag brachte ein Kollege einen Computer vorbei, welcher doch schon das ein oder andere Jahr auf dem Buckel hatte. Es handelte sich um einen Intel 80286 mit gigantischen 12 MHz. Dieser Fund löste in meinem Kopf sofort die Errinnerung an ein Zitat aus, welches lautet:

Kein Programm wird jemals mehr als 640 KByte Arbeitsspeicher benötigen.

- Bill Gates

Um es für die Leute die nicht wissen worum es geht noch einmal zu erklären. Die Computer zu der Zeit hatten einen Arbeitsspeicher von 640KByte, was für die Anwendungen, die damals benutzt wurden, völlig ausreichte. Zum Vergleich: Das aktuelle Betriebssystem, welches die Ursprünge aus der Feder des selben Herren hat, braucht allein zum reibungslosen Betrieb in etwa das 1000 fache. Tja, so kann man sich täuschen Herr Gates.

 
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pro Bassismus

08 Apr

Yo. Da bin ich mal wieder. Bin leider sehr kurz angebunden, da um 12.00 Uhr der Geburtstag der Oma meiner Freundin anliegt. Und das an Ostern. Naja, Tami hatte Gestern auch keine Zeit – Osterkram mit Familie und so – was mich dazu bewegte die die Themes meiner Seite komplett zu überarbeiten. Am späteren Abend war mir recht langweilig, doch zum Glück konnte ich Zane überreden auf ‘ne runde Bassismus – also Herausprügeln von kakophonetischen Tönen aus meinem Bass – vorbei zu kommen. Wie sich erwies stellte er sich nach ein paar Stunden auch garnicht so blöd an. Nach dem ganzen gejamme lag dan Jurassic Park im TV an. Alles in allem. Frohe Ostern.

 
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Keyboard Evolution

04 Apr

Moin. Wie vielleicht einige Wissen – manche haben es vielleicht auch schon wieder vergesse oder wussten es nicht oder was auch immer – hab ich mir am Wochenende eine neue Tastatur bestellt, eine Cherry eVolution STREAM, kurz G85-23000. Welche natürlich prompt am Dienstag geliefert wurde. Nur war natürlich niemand zu Hause. Statt das ich mich also Abends in aller Ruhe mit meinem neuen Keyboard an meinen Rechner hocken konnte, lag also ein Zettel im Briefkasten, welcher mir beschrieb, dass ich doch bitte ab dem nächsten Werktag um 11.00 Uhr meine Pakete abholen könne. Ergo musste ich immernoch auf meiner alten tippen, weil mein USB-Keyboard – ja ich hatte nur eins – an meinem Mac hing. Am heutigen Tage fuhr ich also nach der Maloche – munter wie ich war – heimwärts, bog jedoch später in die gegenüberliegende Richtung ab um 3 Ortschaften weiter zu fahren, um mein Paket abzuholen. In nähe der Post-Filiale angekommen hatte ich zunächst mit der Suche nach einem Parkplatz zu kämpfen, den ich jedoch kurz darauf fand. Fröhlich Richtung Poststelle latschend, den Paketzettel in der einen Hand und kribbeln in der anderen, stach mir jedoch schon die Schlange ins Gesicht, die vor der Annahmestelle wartete. Unbeirrt setzte ich aber meinen Weg fort und war auf wundersame plötzlich der zweite in der Schlange. Als ich an der Reihe war begrüßte ich höflich die Dame hinter dem Tresen, welche mir jedoch keinerlei Aufmerksamkeit schenkte. Nach einiger Zeit sah sie mich jedoch an und fragte was ich möchte. Worauf ih erwiederte, dass ich doch gerne meine Lieferung abholen würde, welche im Übrigen aus zwei identischen Tataturen und einem gebudenen Buch mit ca. 410 Seiten bestand. Ich übergab ihr den Lieferschein, sie drückte mir ein Paket in der größe des Buches in die Hand und sagte:

Bitte, der Nächste!

Ich musste kurz nachdenken, warum sie mir nicht auch vielleicht das Paket geben wollte, das neben ihr im Regal stand, die Größe einer Tastatur verpackung hatte und meinen Namen als Empfänger trug. Ich fragte freundlich, ob sie vielleicht noch ein Paket für mich hätte, worauf sie ohne mich oder ihre Unterlagen anzusehen behauptete:

Nein. Der Nächste!

Ich bat sie noch einmal freundlich doch bitte noch einmal nach zu sehen, da auf dem Paket schließlich mein Name stünde und es von der selben Lieferfirma ist wie das Buch. Sie schaute mich an, schaute in ihre Unterlagen und fand heraus, dass das Paket auch noch für mich sei. Wer hätte das denn ahnen können??? Nun gut, ich befand mich immernoch in einer Stimmung des Zweifelns, da das Paket die Größe nur eines Keyboards hatte. Ich packte trotdem meine Sachen zusammen und verließ die Poststelle in Richtung Wagen. Zu Hause angekommen wundere ich mich nicht schlecht, als auf dem Flur ein völlig mit dem meiner Lieferung identischen Paket stand, welches ebenfalls mit meinen Namen als Empfänger etikettiert war. Ich öffnete dieses und staunte nicht schlecht darüber, dass es eine Tastatur beinhaltete. Ich öffnete jenes, welches ich von der Post abgeholt hatte und fand die zweite. Das in dem kleineren Paket das Buch war muss ich wohl nicht extra sagen. Ich fragte also meine Schwester ob sie das Paket angenommen hätte und sie erwiederte mit:

Ja!

Es stellt sich nun die Frage, warum nicht alles am heutigen Tage geliefert oder alles am gestrigen Tage zur Poststelle transportiert wurde. Naja, Logistik… da hab’ ich keine Ahnung von und das will ich auch garnicht.
Fazit ist jedoch, dass ich ein super Keyboard habe, mit dem ich auch diesen Text verfasst habe und ein identisches gleich meiner Freundin mitbringen werde und das ich ein gutes Buch habe welches ich hoffentlich zwischendurch anfangen kann.

Um es mit den Worten von Terry Pratchett auszusrücken:

Klonk!
 
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I break together

03 Apr

Ich war gestern im CircleWhoHeSentenceOffice aufgrund meiner Musterung. Nachdem ich trotz Schwierigkeiten bezüglich der Verkehrsführung in Braunschweig – warum ich dort hin und nicht wie vor 3 Jahren nach Göttingen musste, weiß ich auch nicht – dort angekommen war, begrüßte mich schon der Scharm der Anlage mit grauem Industriebeton, gefolgt von einer jedoch recht freundlichen Beamten, die mich darauf hinwies, doch bitte den blauen Pfeilen auf dem Boden, Richtung erster Etage zu folgen. Dort angekommen saß ein Soldat hinter einem Tresen, der nicht gerade durch Umgänglichkeit bestach und brüllte:

Name?

. Worauf ich antwortete:

Guten Morgen!

, und ihm meinen Name sagte. Das weitere Gespräch lief in einem telegramnähnlichen Stil ab, es fehlte nur noch, dass er

Stop

nach jedem Wort, Satz oder nach jeder Zahl sagte. Er drückte mir ein Schloss in die Hand, welches für einen Spint im Umkleideraum gedacht war. Wenig später bat mich eine wesentlich Freundliche Dame in ein Büro um meine Personalien aufzunehmen und fragte mich darauf hin, welche Tätigkeite ich mir bei der Bundeswehr denn vorstellen könne und ich entgegnete ihr, dass ich den Kriegsdeinst verweigen möchte und fügte hinzu, dass es nicht zuletzt an der Unfreundlichkeit des Herren – im Folgenden »Sarge« genannt – am Anmeldetresen lege der mir den Dienst bei der Bundeswehr nicht gerade Schmackhaft machen würde. Folgend auf die Personalienaufnahme kamen Untersuchungen, Ärztliche Fragen und Informationsgespräche auf mich zu, die mir aber nur das untermauerten was ich bereits wusste, außer das ich laut der Ärztin über ein überagend gutes Gehör und sehr gute Sehkraft verfüge. Was meiner Vermutung nach aber auch daran liegt könnte, dass alle Leute die diese Tests machen, versuchen zu betrügen um ausgemustert zu werden. Nach diesen Untersuchungen konnte ich mich wieder Anziehen, meine Wertsachen aus dem Spint holen und wieder hinaug gehen zu Sarge, um den weiteren Ablauf der Musterung zu erfahren. Bei Sarge angekommen entgegnete er mit

Schloss!?

, ich gab ihm das Schloss und wieß ihn darauf hin, das ich doch bitte meine Fahrkosten erstattet haben möchte. Worauf er sagte:

Wie lange bist du gefahren und wann bist du wieder zu Hause?!

. Nach den Angaben über meine Fahrzeit und meiner Kontodaten verschwand er und brachte mir einen Zettel als Quittung und ich wartete auf das abschließende Gespräch mit einem Musterungsberater.
Fazit des ganzen Tages ist, das ich Tauglich mit Einschränkungen gemustert wurde und somit demnächst meinen Zivildienst ableisten muss und überlege ein Computerspiel im Stil der alten Lukas Arts Adventures zu entwicklen was »Kreiswehrersatz-Island« heißt und in dem es darum geht den Tag bei der Musterung zu erleben und als Ziel ausgemustert zu werden.

 
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